Letzten Freitag trafen sich sieben Aktive der IG Naturschutz bei schönstem Wetter am Naturschutzgebiet Krebsbachaue-Schalkwiesen. Ausgerüstet mit Handschuhen, Gartensäcken und Rebscheren bekamen sie zunächst eine kurze Einführung in die Neophyten-Problematik im Naturschutzgebiet von der Gebietsbetreuerin des Regierungspräsidiums Stuttgart. Auch die Anerkennung der Motivation und freiwilligen Naturschutzhelfer kam hier zu Wort.

Drei Stunden lang arbeiteten die fleißigen Helfer an der Nordseite des Schutzgebiets zwischen Schilfrohr und Mädesüß, um die sich hier invasiv verbreitende Kanadische Goldrute zu entfernen. Diese Pflanze, die sich über die Gärten in der Natur ausgebreitet hat, verdrängt zunehmend die einheimische Flora in den Feuchtwiesen des Gebiets ohne eine ökologische Funktion für hiesige Tiere zu übernehmen. Dabei ist die Kanadische Goldrute über ihr tiefverzweigtes Wurzelwerk sehr wuchsfreudig und schwierig zu entfernen. Nach ersten Versuchen vom Regierungspräsidium, die Samenstände der Pflanze im Herbst zu entfernen, machte sich nun die IG Naturschutz daran, ganze Pflanzen mit so viel Wurzelwerk wie möglich zu entfernen. Je nach Bodenbeschaffenheit ging das ganz gut: ausreißen, in Säcke stopfen und aus dem Gebiet heraustragen. So war am Ende der Aktion ein mächtiger Haufen zusammengetragen, auf den die glücklich erschöpften Naturschutzhelfer stolz blicken konnten. Dank an dieser Stelle an den Bauhof Ehningen, der die fachgerechte Entsorgung des Goldrutenmaterials übernimmt.
Spaß an der Arbeit Die fleißigen Helfer
Bei der abschließenden Einkehr ins Vereinsheim an den Schalkwiesen waren sich alle einig, dass die Aktion nicht nur wichtig und sinnvoll war, sondern auch gut Spaß gemacht hat. Mit Sicherheit werden weitere Maßnahmen dieser Art notwendig sein. Alle, die Lust haben sich aktiv für die letzten Naturschätze unserer Region einzusetzen, können über die IG Naturschutz in Ehningen mitmachen.
Bei Interesse einfach unter naturschutzehningen@web.de melden. Infos über Termine und Naturschutzthemen gibt’s hier auf dem Blog.
Das Ergebnis Die stolzen Helfer