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Furchenbienen-Kolonie an der neuen Unterführung!

Wer bei seinem nächsten Spaziergang auf der Bühlallee an den neuen Blühflächen des NaturNahDran-Projekts vorbeikommt, kann spannende Naturbeobachtungen machen:

Die Blumen, die sich dort selbst angesiedelt haben und die neu eingesäten Wildblumen werden von vielen Wildbienen besucht.

Quelle: Sabine Holmgeirsson

Sehr viele Wildbienen-Arten brüten im Boden. Dafür brauchen sie unbewachsene Stellen mit sandig-lehmiger Erde, in die sie ihre tiefen Brutgänge graben, um dort ihre Eier abzulegen.

Genau solche Freiflächen findet man an der Hangseite zur Unterführung. Die auf den ersten Blick etwas kahl erscheinende Fläche ist ein perfekter Lebensraum für Wildbienen: sonniger Südhang, leicht zugängliche Erde, keine Gefahr durch Fußgänger oder Fahrzeuge.

Quelle: Sabine Holmgeirsson

Wer sich Zeit nimmt, kann hier die Wildbienen in Bodennähe herumschwirren und in kleine Erdlöcher rein- und rauskrabbeln sehen. Obwohl die meisten Wildbienen solitär leben, also jede Biene ihr eigenes Loch gräbt, ist hier eine besondere, temporär soziale Art unterwegs: die Gelbbindige Furchenbiene, Wildbiene des Jahres 2018, mit 14mm relativ groß und an ihren fast wespenartigen gelben Querbinden gut zu erkennen.

An den Brutplätzen bilden sich Weibchen-Teams und helfen der Größten unter ihnen, die eine Königinnenfunktion annimmt, sich selbst und den Nachwuchs zu versorgen. Diese Zeitarbeiterinnen sind aber später auch selbst mit der eigenen Brut beschäftigt: sobald die neue Königin geschlüpft ist, sind sie aus dem Dienst entlassen und graben ihre eigenen Löcher.

Wer sich das Schauspiel ansehen möchte, sollte nicht allzu lang warten: wenn das Brutgeschäft vorbei ist, bleiben nur noch einzelne Bienen in der Nähe der Brutlöcher.

Und keine Angst vor Stichen, Wildbienen sind völlig harmlos!

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